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„Musik war mal alles für mich. Dreh- und Angelpunkt meines Lebens, die eine Sache, die ich wirklich gut konnte. Das Einzige, wofür ich mich ohne Unterlass aufopfern konnte.

Und dann kam im Sommer vor einigen Jahren das Loch. Ausgebrannt, nach unzähligen durchgeackerten Nächten – ohne wirklich etwas zählbares vorweisen zu können.

 

Ich bin in die Alpen geflohen, wollte von Deutschland nach Italien wandern, ohne nennenswerte Vorkenntnisse und bin auch dabei wieder gescheitert. Aber ich habe endlich meinen Finger auf all das legen können, was sich über die Jahre hinweg angestaut hatte.

Das, was sich nicht in Songzeilen quetschen lassen wollte.

 

Nach meiner Rückkehr wurden aus lose gesammelten Notizen erste Kurzgeschichten, bis im Herbst das erste ganze Buch fertig war. Über mich, mein Leben der letzten Jahre und wie ich es mir vielleicht vorgestellt hätte.

Doch so wohltuend das Schreiben auch war – die Musik hat sich mit der Zeit zurück an ihren Platz drängen wollen. Gitarren wollten gespielt und Tasten angeschlagen werden, aber ich wusste für mich, dass es nicht mehr so weitergehen konnte wie zuvor.

 

Und so ist schließlich mein Soloprojekt “Lovers In Japan“ entstanden. Musik, nur noch aus Spaß an der Sache.

Ich habe das Glück, meinen Lebensunterhalt durch das Schreiben, Texten und Fotografieren bestreiten zu können und dem widme ich auch den Großteil meiner Zeit; die erste große Liebe vergisst man aber nie so wirklich.“

 

Mattis Paul Ackner,

Juni 2022

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